7 Tipps für effizientes Arbeiten – Wie du durch ein paar Regeln ohne Stress effizient arbeitest

7 Tipps für effizientes Arbeiten – Wie du durch ein paar Regeln ohne Stress effizient arbeitest

Lesezeit 5 Minuten

Fazit: Effizientes Arbeiten ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg und für die eigene Zufriedenheit. Wer effizient arbeitet, erreicht seine Ziele mit möglichst geringen Mitteln. Viele träumen davon, mehr Zeit und weniger Stress zu haben. Fast jeder hat sich schon einmal gefragt:

  • Wie viele Stunden arbeite ich eigentlich am Tag? 
  • Könnte ich meinen Arbeitsalltag effizienter gestalten

Was wir am Ende des Tages erreicht haben, scheint manchmal in keinem angemessenen Verhältnis zu dem Arbeitsaufwand zu stehen. Der Tag ist einfach zu kurz. Manche Projekte werden nicht fertig oder wir schieben sie immer weiter auf. Dann solltest du dir genauer ansehen, wie du deine zeitlichen Ressourcen besser managen kannst. Unsere Tipps helfen dir, dass effizientes Arbeiten gelingt und du deine Ziele mit weniger Stress erreichst.

Alle Aufgaben auflisten und Prioritäten setzen

Um ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen, solltest du deine Aufgaben genau unter die Lupe nehmen. Für manchen Aufgaben nehmen wir uns nur deshalb Zeit, weil wir schlichtweg daran gewöhnt sind und nicht, weil diese einen Sinn haben. Also verschwenden wir damit unsere Zeit. Im Alltag fehlt oft die Distanz, um solche Fallen für effizientes Arbeiten zu entdecken. Es kann hilfreich sein, alle Aufgaben auf Karten zu notieren. Dann entscheidest du, welche Aufgabe wichtig, welche eilig ist, welche ganz wegfallen oder delegiert werden könnte. Prioritäten zu setzen, bedeutet mehr Zeit, mehr Ruhe und weniger Stress. Die Aufgaben, die übrig geblieben sind, wirst du nun entspannter wahrnehmen. Außerdem verringert sich das Risiko, etwas Wesentliches zu vergessen. 

Effizientes Arbeiten fördern, indem Zeiträuber enttarnt werden

In unserem Arbeitsalltag verlieren wir viel Zeit mit Aktivitäten, die uns beim Erreichen unserer Ziele nicht oder zu wenig weiterbringen. Das Suchen von Dokumenten und Unterlagen kostet viel Zeit und lässt sich durch ein professionelles Ablagesystem wirkungsvoll vermeiden. Auch das planlose Surfen im Internet zählt zu den klassischen Zeitfressern. Solche Zeiträuber müssen wir systematisch enttarnen, um ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Du wirst überrascht sein, wie viel Zeit du in deinem Arbeitsalltag geschenkt bekommst, wenn du überflüssige Tätigkeiten konsequent streichst.

Gleichzeitiges Erledigen mehrerer Aufgaben vermindert die Konzentration

Auch der Versuch, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, verhindert oft ein effizientes Arbeiten. Psychologen vermuten, dass der Übergang von einer Aufgabe zur nächsten jedes Mal mit einem Abbruch der Konzentration verbunden ist. Es kommt leichter zu Fehlern und damit zu weiteren Zeitverlusten. Wenn du regelmäßig mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllst, solltest du überprüfen, ob du diese zeitlich entzerren oder eine der Aufgaben delegieren kannst. Auf diese Weise wirst du entlastet und kannst deine Ziele mit weniger Stress verfolgen. 

Aufgaben klar terminieren, nicht aufschieben

Zeitdruck verursacht Unruhe und erschwert die Konzentration. Je länger wir eine Aufgabe auf die lange Bank schieben und je näher der Ablauf einer Frist heranrückt, umso bedrohlicher erscheint uns die Aufgabe. Manchmal kommt das schlechte Gewissen hinzu, weil du weißt, dass du mit der Erledigung eigentlich weiter fortgeschritten sein müsstest. Es ist daher hilfreich, wenn du jeder wichtigen Aufgabe eigenständig eine Deadline zuordnest. Die Fristen solltest du realistisch setzen. Mit einem solchen Plan erreichst du, dass du entspannter und mit weniger Stress deine Aufträge abarbeitest. Am Ende eines Tages kannst du eine ehrliche Bilanz ziehen. Dann erkennst du, was du alles geschafft hast. Es ist jedes Mal ein Erfolgserlebnis, eine Aufgabe abzuhaken. Besonders erleichtert wirst du sein, wenn du eine schwierige oder unangenehme Aufgabe abgeschlossen hast. 

Effizientes Arbeiten 7 Tipps
7 Tipps für effizientes Arbeiten

Regelmäßige Pausen während der Arbeit einlegen

Deine Arbeitsproduktivität steigt, wenn du regelmäßige Pausen einplanst. In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass nach einer Arbeitsphase von 90 Minuten eine Pause eingelegt werden sollte, um effizientes Arbeiten zu fördern. Du tust deinem Körper und deinem Geist etwas Gutes, wenn du dich zwischendurch entspannst. Dabei helfen dir Rituale wie zum Beispiel ein kurzer Spaziergang. Bewegung ist ein besonders geeignetes Mittel, um neue Kraft zu schöpfen. Nach der Pause wirst du mit mehr Energie und einem freien Kopf an deinen Arbeitsplatz zurückkehren. Die Konzentrationsfähigkeit ist wiederhergestellt und effizientes Arbeiten fällt dir jetzt leichter. Du beugst der Überlastung vor und wirst mit weniger Stress deine Aufgaben erfüllen und Ziele erreichen.

Weniger Stress durch das Abschalten digitaler Geräte

Die ständige Erreichbarkeit ist oft eine zusätzliche Belastung und bedeutet nicht weniger Stress, sondern mehr. Jede Nachricht und jedes akustische Signal bindet Aufmerksamkeit und bringt uns aus dem Konzept. Dies kann bis hin zur Reizüberflutung führen. Daher solltest du hin und wieder deine mobilen Geräte ausschalten. In diesen Phasen kannst Du deine Ressourcen vollständig für deine Aufgaben und für das Erreichen deiner Ziele einsetzen. Du wirst dich wundern, wie viel Zeit du dadurch gewinnst, ohne etwas Wesentliches zu versäumen. 

Bei Anfragen gelegentlich auch mal nein sagen 

Im Arbeitsalltag erreichen uns immer mal Anfragen, ob wir eine zusätzliche Aufgabe übernehmen können. Solche Bitten solltest du nur dann erfüllen, wenn du die Umsetzung ohne Schwierigkeiten in deinen Zeitplan einfügen kannst. Ansonsten laufen deine Bemühungen, mehr Aufmerksamkeit für das Wesentliche und weniger Stress zu erreichen, ins Leere. Denn dann kommen immer wieder unvorhergesehene Aufgaben hinzu. Wenn du hoch ausgelastet bis, solltest du daher konsequent sein und nein sagen. Denn du tust niemandem einen Gefallen, wenn du die völlige Überlastung riskiert und deine Aufgaben nicht mehr unter Kontrolle hast.

All unsere Tipps basieren auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir über die Jahre gesammelt haben. Gerade in der Selbstständigkeit ist es wichtig, sich selbst Regeln zu setzen und diese einzuhalten, um effizient und gleichzeitig stressfrei zu arbeiten. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Umsetzung!


Wie funktioniert Outsourcing? 5 Tipps, wie du die richtigen Partner findest

Wie funktioniert Outsourcing? 5 Tipps, wie du die richtigen Partner findest

Lesezeit 6 Minuten

Outsourcing gilt als Möglichkeit, Kompetenzen einzukaufen und im Vergleich zu Festanstellungen Geld zu sparen. Wie funktioniert Outsourcing ohne Hürden?

Der Begriff Outsourcing beschreibt die Praxis, Vorgänge und Wertschaffungsprozesse aus dem eigenen Unternehmen an externe Anbieter auszulagern. Das Wort setzt sich aus den Begriffen “outside” (extern, draußen) und “resourcing” (Ressourcenbeschaffung oder Mittelbeschaffung) zusammen. Allgemein könnte man die Idee des Outsourcings als “Aufgaben abgeben” beschreiben.

Der Unterschied zwischen Outsourcing und Import besteht darin, dass beim Import die Produkte eines Herstellers gekauft und verwendet werden, während man beim Outsourcing Aufgaben, Prozesse und Strukturen der eigenen Firma auslagert. 

Als Offshoring wird Outsourcing bezeichnet, wenn diese Übertragung von Aufgaben ins Ausland geschieht, was vor allem bei IT-Angelegenheiten beliebt ist. Dieses spezielle Outsourcing ist manchmal mit Komplikationen verbunden, auf die später noch eingegangen wird. Wie findest du das passende Outsourcing-Angebot?

Outsourcing – Chancen nutzen, Aufgaben abgeben

Einige Quellen beschreiben Outsourcing als Kompetenz dazu, den bestmöglichen Partner für die Auslagerung der Aufgaben und Strukturen zu finden. Prozesse auszulagern ist heute für viele Firmen Alltag. 

Die Alternativen zum Outsourcing sind: 
– Aufträge aus zeitlichen Gründen ablehnen
– Mitarbeiter auch bei unsicherer Auftragslage einstellen 
– Kapital und Zeit in die Aneignung von Know-how und Technik investieren
– dich überarbeiten und die Kontrolle verlieren

Aufgaben abzugeben bedeutet, einen Partner zu haben, dem man vertrauen kann und dadurch nachhaltig und langfristig Gewinne zu maximieren.

Häufige Gründe für das Outsourcen von Aufgaben:
– fehlendes Interesse oder mangelndes Know-how (häufig bei Buchhaltung, IT oder Homepagegestaltung)
– Zeitmangel aufgrund guter Auftragslagen soll ausgeglichen werden
– Geld gegenüber Festanstellungen sparen
– das eigene Angebot erweitern

Wo stecken Gefahren beim Outsourcing?

Vielleicht ist dir das Horrorszenario schon einmal selbst begegnet: 

Kunden warten durch nicht mehr zu kontrollierende Abläufe auf Antworten und Geschäftspartner laufen Zahlungen hinterher. Kein Unternehmen darf oder möchte sich das lange erlauben.

Auch intern bestehen Risiken, z. B. durch langsam auftretende Qualitätsmängel oder dadurch, dass das Outsourcing der Herstellung mit zu langen und unwirtschaftlichen Fertigungszeiten verbunden ist. Für viele Unternehmer ist die Angst vor Kontrollverlust ein Grund, mit dem Delegieren von Aufgaben zu warten.

Darum ist unser Service darauf ausgelegt, gemeinsam mit dir zu wachsen und dich von unseren Kompetenzen profitieren zu lassen, ohne dass du den Überblick verlierst – sei es wie hier beim Finden von Outsourcingpartnern oder dem Übernehmen von Aufgaben aus deinem Unternehmen. 

Outsourcing Partner finden Infografik

Den richtigen Outsourcing Partner finden: 5 Tipps

Anforderungen an die passenden Anbieter für Outsourcing sind so hoch wie an die eigenen Mitarbeiter: Die Leistung der externen Anbieter muss zu der des eigenen Unternehmens passen oder besser sein. Die Qualifikationen und Erfolge der Partner sind dafür hilfreiche erste Indikatoren, die allerdings nur eine Basis darstellen.

Die Partner kennenlernen

Die zentrale Frage: Welche Anbieter gibt es und worauf haben sich diese spezialisiert

Mögliche Partner sollten für ein Gespräch offen sein und klar anbieten, in welchen Geschäftsbereichen Stärken liegen und wie sie dir konkret helfen können. Du möchtest deine Aufgaben abgeben? Lerne uns als Partner kostenlos und unverbindlich kennen (https://tanjabaumann-30.youcanbook.me/).

Vorauswahl anhand von Erfolgen und Qualifikationen

Welche Referenzen hat das Unternehmen? Gibt es bereits erfolgreiche Kooperationen aus einem vergleichbaren Geschäftsfeld? Mit klaren Referenzen bekommst du einen Vorgeschmack auf das, was dich und dein Unternehmen erwartet. 

Wichtig ist, dass du an fertigen Produkten oder Beispielen zu erbrachten Dienstleistungen genau erfährst, wie das Resultat aussieht. Qualifikationen wie Studienabschlüsse und absolvierte Kurse sind – wie der Erfolg des Anbieters und seiner bisherigen Partner – ausschlaggebend.

Kritische Kontrolle hinter den Kulissen

Um die Kernpunkte des Angebots zu prüfen, kommt es auf eigene Recherche an. Dafür sollten grundlegende Kenntnisse erworben werden. Sich nur auf ein nettes Lächeln oder gute Anzüge zu verlassen, ist ein Fehler. Grundwissen schützt vor Hochstaplern.

Wenn es um viel geht, sollte beispielsweise die Bonität eines Anbieters geprüft werden. Über eine Kreditauskunft erfährst du Eckpunkte zum Zahlungsverhalten und erhältst somit einen Einblick, wie geordnet es beim potenziellen Partner abläuft.

Qualitätsmanagement und Verträge beachten

Ist ein zuverlässiger Partner mit einer guten Qualifikation und passender Erfolgsgeschichte gefunden, müssen Eckpunkte für den Rahmen der Kooperation und die Sicherung von Qualität festgelegt werden. 

Pakete, welche einen bestimmten Service über einen festen Zeitraum mit klar definierten Leistungen zusichern, sind aufgrund der Übersichtlichkeit beliebt. Wie bei jeder Partnerschaft sollte man sich nur dann wirklich lange binden, wenn Sicherheit über die erfolgreiche Zukunft besteht und die Zusammenarbeit erprobt ist.

Einige Kennziffern können auch bei bester Prüfung der Partner erst nach einer bestimmten Zeit ermittelt werden. Regelmäßige Kontrolle der Qualität und der Wirtschaftlichkeit sind bei der Auslagerung fertigender Prozesse und von Dienstleistungen wichtig. Die nötige Flexibilität, z. B. in Form eines Auswegs aus langfristigen Verträgen bei Mängeln, sollte vorab geprüft werden. Wichtig ist, dass durch das Outsourcing Abläufe vereinfacht und nicht verkompliziert werden.

Passt auch das Bauchgefühl?

Mit manchen externen Partnern muss man häufiger kommunizieren als mit anderen. Das Gefühl bei gemeinsamen Treffen sollte darum positiv sein. Qualifikationen und Erfolgskriterien stehen nach wie vor an erster Stelle, doch ohne die Gewissheit, dass Werte und Vorstellungen geteilt werden, bringen auch die besten Abschlüsse nichts. 

Bei internationalen Outsourcingpartnern muss zudem versichert werden, dass gewisse Standards eingehalten werden. Große Konzerne stehen immer häufiger in der Kritik, weil ein Teil der Produktion im Ausland nicht den üblichen kulturellen Vorstellungen der hiesigen Arbeitswelt oder ethischer Werte entsprechen.

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5 Tipps wie du die richtigen Partner findest

Das macht Outsourcing so wertvoll

Ein Unternehmen soll so wirtschaften, dass langfristig Gewinne erzielt werden und man ein stetiges Wachstum verzeichnet. Die Aufgabe des Gründers und der Verantwortlichen liegen auch darin, Kompetenzen in zuverlässige Hände abzugeben.

Outsourcing bietet Start-ups, kleinen, mittleren und großen Unternehmen die Chance, Gewinne und Wachstum zu generieren, ohne dafür die eigene Zeit zu opfern. Ein gutes Netzwerk und die richtigen Partner sind dabei Garanten für langfristigen Erfolg und eine sichere Zukunft.

Ein zuverlässiger Ansprechpartner, der sich durch stabile Qualität, Motivation und Kommunikationsbereitschaft auszeichnet, ist beim Outsourcing Garant für stetigen Erfolg und Wachstum. Darum lautet unser Versprechen an dich, uns so um deine Angelegenheiten und Aufgaben zu kümmern, als ginge es um unsere eigenen.


Quellen:
Business Dictionary Outsourcing
Forbes Pros and Cons Outsourcing
Effekte von Out- und Insourcing

Mehr Lesestoff findest du hier:

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4 Wege, den Stress in deinem Business zu reduzieren

4 Wege, den Stress in deinem Business zu reduzieren

Lesezeit 10 Minuten

Wenn in deinem Business Stress vorkommt, solltest du etwas unternehmen, um diesen Stress zu reduzieren.

Dabei geht es nicht darum, zu einer bestimmten, verordneten Zeit Feierabend zu machen oder überhaupt etwas Verordnetes zu machen, weil das der modernen Arbeitswelt in keiner Weise gerecht würde. Es geht darum, sich auf den Weg in ein lebenswertes Leben zu machen, in dem sich Anregung und Entspannung in Beruf und Freizeit abwechseln. 

Nicht mehr und nicht weniger, denn kein Mensch auf dieser Welt kann Stress im Business auf Dauer ohne Schaden aushalten, wenn er nicht für körperlichen und seelischen Ausgleich sorgt. Wer es nicht schafft, den Stress in seinem Business zu reduzieren, schwebt in der Gefahr, sich sinnlos von seinem Job auffressen zu lassen. Denn Stress ist nicht nur nachgewiesenermaßen gesundheitsgefährlich, sondern auch ein echter Erfolgs-Killer, der einen großen Teil der Arbeitszeit “schluckt”. 

Dabei ist Stress reduzieren wirklich nicht schwer, Du musst nur die nötige Aufmerksamkeit für den Stress entwickeln. Der Artikel zeigt dir vier erprobte Wege, die du nebeneinander oder nacheinander ausprobieren kannst und die dir mit Sicherheit helfen werden, den Stress in deinem Business zu reduzieren:

Vorhandenen Stress reduzieren – SOFORT

Nehmen wir einmal an, dass es einen Grund gibt, weshalb du diesen Artikel liest. Dann solltest du zunächst beginnen, diesen Grund – deinen Stress – jetzt und auf der Stelle ernst zu nehmen.

Falls du dazu mentale Unterstützung brauchen solltest, hier ein paar Zahlen: 
2017 hat unsere Regierung die Ergebnisse einer amtliche Langzeitbeobachtung zu “Stress im Job” vorgelegt. Von 2007 bis 2017 sind die durch stressbedingte psychische Probleme verursachten Krankentage von 48 Millionen auf 107 Millionen gestiegen. Mehr als doppelt so viele Menschen als noch vor 10 Jahren entwickeln in ihrer beruflichen Tätigkeit stressbedingte Krankheitssymptome. Die dadurch verursachten wirtschaftlichen Ausfallkosten haben sich in der gleichen Zeit fast verdreifacht, von 12,4 auf 33,9 Milliarden Euro. Das belegt auch gleich die Ineffizienz unseres Medizinsystems in der Behandlung stressbedingter Symptome.

Auch eine aktuelle Studie der ManpowerGroup (einer der weltgrößten Personaldienstleister) belegt, dass 47 % der arbeitenden Menschen durch dauerhafte Beschwerden ausgebremst werden, die auf Stress bei der Arbeit zurückgehen. Es gibt auch genauere Zahlen: Ein Drittel der Berufstätigen fühlt sich häufig unangemessen erschöpft, 17 % haben chronische Gesundheitsbeschwerden oder Schlafstörungen, 15 % können im Urlaub/am Wochenende kaum abschalten, 9 % haben Angst vor ihrer Arbeit – und das sind nur die dokumentierten Fälle, die Dunkelziffer dürfte weit hoher sein. In den vergangenen Jahren wurden viele solcher Studien aufgelegt, die alle zu ähnlichen Ergebnissen kommen. In den USA wurden die Folgekosten von Stress am Arbeitsplatz gerade neu berechnet: 190 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Stress ist keine Nebensache, der du dich “irgendwann mal widmen kannst”, sondern eine ganz reale Bedrohung der Gesundheit. Jeder Mensch wird sie spüren, der sein Business wachsen lassen möchte und nicht rechtzeitig lernt, Stress zu reduzieren. Glaub mir, auch in 50 Jahren wird es keine “stressresistenten Cyborgs” geben, weil die Bioelektronik dazu Hirn und Darm entscheidend umbauen müsste.

Wenn du ein Bewusstsein dafür entwickelt hast, dass Stress eine echte Gefahr ist, kannst du beginnen, Stress zu reduzieren – ohne Umstände, sofort und im Alltag.

Wenn sie mit der notwendigen, zielgerichteten Aufmerksamkeit durchgeführt wird, ist die schnelle Stress-Reduktion recht einfach:

Pausen einlegen lernen

Pausen lernen? Ja, natürlich. Wer lebensnotwendige Verhaltensweisen nie gelernt oder verlernt hat, muss sie lernen, bevor der Arzt kommen muss. Dabei geht es nicht um feste, vorgeschriebene Pausen, sondern um Auszeiten, die in eigener Verantwortung gestaltet werden. Manche Menschen brauchen immer mindestens eine Stunde Pause, damit sie wirklich abschalten können. Manchen Menschen reicht ein “Break” von wenigen Minuten, den sie mit einem entspannenden Ritual einleiten und der sie immer schnell zur Ruhe bringt.

Stress-Fallen abbauen

Niemand sollte 24/7 per Handy/Smartphone oder E-Mail erreichbar sein. Auch du nicht, wenn du wirklich Stress reduzieren willst. Handys und Smartphones, Notebooks und PCs haben einen Aus-Knopf, du musst dir nur überlegen, wann du diesen betätigst und wie lange die Geräte ausgeschaltet bleiben können. Nie, weil bis in die Nacht regelmäßig Kommunikation erforderlich ist? Dann musst du entweder lernen, einen Teil dieser Kommunikation zu delegieren oder etwas lernen, was für viele Menschen noch viel schwieriger ist:

“Nein” sagen lernen

Kein Mensch ist unendlich leistungsfähig. Du musst also lernen, Prioritäten zu setzen und dann auch durchzusetzen, dass du die Aufgaben mit der höchsten Priorität in Ruhe erledigen kannst. Prioritäten lassen sich mittels Listen und Tabellen ordnen und zum “in Ruhe erledigen” gehört natürlich auch, dass du zu allen Aufgaben “Nein” sagst, die dich genau davon abhalten würden. Mit einer kurzen Erklärung gewöhnlich kein Problem.

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Work-Life-Balance ist nicht nur ein Wort

Prokrastination, das wiederholte Aufschieben der Beschäftigung mit unangenehmen Arbeiten, betrifft bei jedem Menschen alle Lebens- und Arbeitsbereiche in sehr unterschiedlichem Maße. Sie ist zu einem großen Teil und sehr lange normal, verursacht aber umso mehr Stress, je mehr die Entwicklung in Richtung “pathologische Störung” tendiert.

Gerade in Bezug auf den Umgang mit persönlichem Stress gehört Prokrastination jedoch in unserer Gesellschaft zur ganz normalen Tagesordnung – bis in Bereiche, wo Stress weiteren Stress erzeugt!

Deshalb solltest du das Projekt “langfristig Stress reduzieren” NICHT vor dir herschieben. Wenn du später keine stressbedingten Symptome behandeln möchtest, musst du rechtzeitig gegen die Ursachen vorgehen, die diese Symptome hervorbringen.

Der Abbau von Prokrastination lässt sich lernen: Zu große Aufgaben können in verdauliche Häppchen zerlegt werden; die Selbststeuerung lässt sich durch schlichte Gewohnheit verbessern: Einfach immer wieder anfangen. Für “geübte Procrastinater” haben Verhaltenstherapeuten inzwischen praxisbewährte Modelle entwickelt. In denen werden die Module “pünktlich beginnen”, “realistisch und motivierend planen” und “Arbeitszeit bewusst verknappen” unterschiedlich kombiniert solange geübt, bis sich die aufschiebenden Kräfte im eigenen Ich erschöpft geschlagen geben. Unter viel Belohnung übrigens – diese führt auch uns selbst sehr viel eher zu sinnvollem Tun als Bestrafung.

Prokrastination des Umgangs mit Stress lässt sich einfach beenden: Du musst ganz schlicht damit beginnen, dir über Stress und die Bedingungen, unter denen bei dir Stress auftritt, Gedanken zu machen und etwas dagegen zu unternehmen. Du kannst eine ganze Reihe Änderungen in alltäglichen Verhaltensweisen sowie neue Gewohnheiten testen, die vielen anderen Menschen schon dabei geholfen haben, Stress zu reduzieren:

Regelmäßig und länger Abschalten

Zunächst musst du die notwendige Aufmerksamkeit dafür entwickeln, wann du eine wirklich lange Pause einlegen solltest. Es gibt deutliche Anzeichen dafür: Die Ideen sprudeln nicht mehr und du hast Schwierigkeiten, dich zu konzentrieren; du wirst merkbar unproduktiver und machst mehr Fehler; du musst öfter gähnen und/oder öfter blinzeln. Es ist wissenschaftlich belegt, dass normale Menschen nicht mehr als rund sechs Stunden täglich hoch konzentriert arbeiten können. Wenn du die Signale lesen gelernt hast, musst du lernen, die Erholungszeit in einer Art und Weise zu verbringen, die auch wirklich Erholung gewährleistet. Dabei helfen weitere Tricks, um Stress zu reduzieren:

Das Entwickeln persönlicher Rituale

Rituale sind mächtige Helfer: Wir können sie bewusst schaffen und gestalten, um damit unser Unterbewusstsein zu beeinflussen. Ein Abschalt-Ritual, das den Beginn einer Entspannungszeit markiert, braucht nur etwas Gewöhnung, bis es den Körper wie auf Knopfdruck herunterfährt. 

Aktivitäten einschleichen, die nachhaltige, weit von deinem Business entfernte Eindrücke hinterlassen

Einschleichen deshalb, weil mit der falschen Einstellung auch eine Joggingrunde mit deinem Business zu tun hat, wenn deine Gedanken noch dort festhängen. Also entspannt, aber einigermaßen regelmäßig entspannende Aktivitäten ausprobieren: Macht dir Japanisches Tusche-Zeichnen wirklich Spaß? Wenn nicht, lass es und such dir etwas anderes! Wichtig ist, dabei gleichzeitig Loslassen zu üben. Ebenfalls ohne Druck, dann wird beides irgendwann ganz von selbst ineinanderfließen.

Du kannst außerdem weiter über den Umgang mit Stress nachdenken, am besten nicht alleine. Such dir andere Menschen, die das Problem Stress aktiv angehen und sich mit der Entwicklung von Verhaltensweisen und Umgebungen beschäftigen, die Stress reduzieren. Das können fachkundige Psychologen oder ganzheitlich interessierte Mediziner sein. Es können auch lebenserfahrene Mentoren sein; Menschen, die unglaublich belastende Stress-Situationen in den Griff bekommen haben oder Menschen, die in ihrem Lebensweg öfter abgebogen sind, wenn übermäßiger Stress zu erwarten war. Nach einigen Gesprächen mit solchen Menschen kannst du beginnen, individuelle Maßnahmen zum Stress reduzieren zu entwickeln und damit eine langfristige Stress-Resistenz zu planen:

Innovative Unternehmer bauen Stress ab, bevor er entsteht

Langfristige Stress-Resistenz entsteht, indem du dein ganzes Unternehmen in allen Arbeitsplätzen so ausrichtest, dass der Entstehung vom Stress wirkungsvoll vorgebeugt wird. Dazu kannst und musst du Ideen zur Stress-Reduktion entwickeln, die zu deinem Business und zu deiner Arbeitsumgebung passen – ggf. natürlich auch zum Aufgabenfeld und zur Arbeitsumgebung deiner Mitarbeiter. Der Stress deiner Mitarbeiter ist dein Stress, weil er auf dich zurückfällt und deinen persönlichen Stress weiter erhöht. 

Es gibt viele solcher Maßnahmen, von der Einübung neuer Umgangsformen bis hin zur ganz neuen und individuellen Gestaltung des Arbeitsplatzes. Hier ein paar Beispiele:

  • Die Freundschaft unter Kollegen kann in jedem Unternehmen durch bestimmte, passende Verhaltenskodexe so gestaltet werden, dass Freizeitreffen oder -beschäftigungen mit Kollegen nicht zur fortgesetzten Arbeit werden. 
  • Du solltest einen Gegenpol zur Arbeit finden, der dich wirklich begeistert. Gerne abseits aller üblichen Empfehlungen. Sport ist zum Beispiel nicht die richtige Freizeitbeschäftigung für Menschen, die sich im Job täglich “sportlich betätigen” (die können allerdings versuchen, einen Teil ihrer beruflichen Bewegung über die richtige Einstellung in Sport zu verwandeln). Es gibt Millionen Möglichkeiten, sich ohne jeden Gedanken an die Arbeit sinnvoll zu beschäftigen – von denen du die meisten noch nicht einmal kennst. Oder noch nicht als entspannen” bzw. erfüllend erkannt hast. Gesellschaftliches Engagement in sozialen Einrichtungen z. B. empfinden die meisten Menschen auch für sich selbst als höchst bereichernd – der Mensch ist und bleibt ein soziales Wesen, auch wenn diese Empfindungen unter einer harten Business-Schale festsitzen. Dieser Gegenpol sollte dich möglichst mit Menschen in Kontakt bringen, die ein vollkommen anderes Leben führen als du (wobei hier die Grenze zum Job verschwimmt, weil der Blick über den eigenen Tellerrand deinem Business gewöhnlich sehr gut tut).
  • Tiefenentspannung in den Alltag einbauen. Der Wald-Spaziergang entspannt medizinisch nachgewiesen, aber Tiefenentspannung lässt sich auch lernen. Bekannte Methoden dafür sind autogenes Training, Meditation, progressive Muskelentspannung und Yoga; neugierige Geister können sich aber auch selbst auf die Suche machen, welche Atemtechniken, Tierkontakte, neu oder selbst entwickelte Entspannungsmethoden und/oder (Mal-) Bücher sie am besten zur Ruhe bringen.
  • Selbst schon entspannend kann die tätige Umgestaltung der Arbeitsumgebung in Richtung Stress reduzieren wirken, weil die wirksamsten Gestaltungen jede Menge Kreativität erfordern: Schaukelstuhl statt Bürostuhl, selbst geknüpfte Hängematte statt Massagesessel, Staffelei mit immer nutzungsbereiten und duftenden Farbmischungen statt vorgefertigter Mind-Map.

Diesem Leitfaden einer Berliner Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement kannst du eine Fülle weiterer Ideen zum Stress reduzieren entnehmen: Stressmanagement im Betrieb der Praxisleitfaden.

4 Wege Stress im Business zu reduzieren

Hilfen nutzen, wo diese Nutzen bringen

Zum Aufbau einer langfristigen Stress-Resistenz gehört auch, den Stress zu reduzieren, indem du in den richtigen Bereichen Hilfe beanspruchst. Viele Unternehmer wissen, wie wichtig ein zum eigenen Business passender Handwerker und ein mit dem jeweiligen Business vertrauter Steuerberater sind. Wenige Unternehmer suchen auch in Sachen Digitalisierung nach einem passenden Dienstleister, obwohl dieser gewöhnlich nachhaltiger in die täglichen Unternehmensabläufe eingreift als die beiden gerade genannten.

Dass du an der Digitalisierung nicht vorbeikommst, ist dir sicher klar. Wenn die Bemühungen in dieser Richtung Dir jedoch bisher mehr Arbeit verschafft als Arbeit abgenommen haben, hast du noch nicht die richtige Unterstützung gefunden. Während die Regierung von der Digitalisierung redet, macht die Wirtschaft sie längst – inzwischen sind für viele Geschäftszweige erprobte, arbeitserleichternde und damit stressreduzierende Routinen entwickelt worden, du musst nur die für dich nutzbringenden entdecken.

Dabei kommt es nicht darauf an, wie groß oder bekannt das Unternehmen ist, das dir digitale Dienstleistungen anbietet.
Entscheidend ist nur, dass dir die jeweiligen Fachleute nachvollziehbar erklären können, warum dir ihr Angebot einen Nutzen bringt und den Stress in deinem Business reduzieren kann.


Quellen:

Mehr Lesestoff findest du hier:

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