Lesezeit 6 Minuten

Die Welt der sozialen Medien ist längst keine Modeerscheinung mehr, sondern ganz essentiell für dein Onlinemarketing – nicht nur bei digitalen Unternehmen. Immer mehr lokale Anbieter oder konventionelle Betriebe nutzen die Möglichkeit, sich über Social Media mit ihren Kunden zu vernetzen. Der Konsum von digitalem Content steigt immer weiter – gerade mobil.

Spitzenreiter ist und bleibt dabei Facebook: Laut Christian Buggisch ist Facebook 2020 mit 32 Millionen Nutzern in Deutschland vertreten, die sich im Gegensatz zu Instagram und Co. über alle Altersgruppen und soziale Schichten erstrecken. Dieser kunterbunte Haufen an Nutzern bietet natürlich ein riesiges Potenzial für Unternehmen, Vertrauen aufzubauen und Neukunden zu akquirieren. Wenn deine Facebook Posts allerdings nicht auf die Zielgruppe abgestimmt sind und in deren Feed auftauchen, verlaufen sie im Sand, denn eines steht fest: es gibt wesentlich mehr Content als Zeit. Damit dein Content auch ankommt, wo er ankommen soll, muss er zielgruppengerecht aufbereitet sein. Außerdem brauchst du eine Strategie und einen festen Prozess. Social Media ist eine Daueraufgabe, kein One-Night-Stand. 

In diesem Blogartikel verraten wir dir die 5 Elemente, die in keinem deiner Social Media Posts fehlen dürfen.

1. Die Überschrift deines Social Media Posts

Die Headline deines Posts entscheidet darüber, ob der Leser deinen Post öffnet oder nicht. Und auch hier gilt: Selbst Überschriften werden in der heutigen Informationsflut nur noch überflogen. Du hast also genau den Bruchteil einer Sekunde Zeit, damit zu punkten und die Neugier deines Lesers zu wecken. Denn nur dann wird er sich die Zeit nehmen und weiterlesen.

Dabei gibt es nicht die eine universelle Überschrift, die du auf allen Kanälen verwenden kannst. Je nach Kanal willst du unterschiedliche Zielgruppen erreichen, die je nach Plattform verschiedene Absichten haben. Du benötigst demnach individuelle Überschriften, die auf die jeweilige Plattform und deine Kunden angepasst sind. 

Jetzt geht es ans Eingemachte, nämlich an den Inhalt. Eine rein informative Überschrift reicht hier nicht aus, sie sollte möglichst aktiv formuliert sein. Versuche, die Überschrift persönlich zu gestalten, um deinen Leser direkt anzusprechen: „Diese 3 Fehler beim Fensterputzen musst du vermeiden“ klingt viel auffordernder als: „Auf diese 3 Punkte solltest du beim Fensterputzen achten“. Auch ein aktiver Aufruf zum Kommentieren pusht den Post: „Verrate uns deine 3 Tipps für streifenfreie Fenster“. Dabei muss der Mehrwert und der Nutzen deines Posts immer deutlich rüberkommen. Glaubt der Leser, der Inhalt kann ihn weiterbringen, wird er sich auch dafür interessieren. Um rein informative Texte zu lesen fehlt uns allen leider die Zeit.

2. Bilder und Grafiken für deinen Social Media Post

Warum die Titelseite der Bildzeitung neben einer riesigen Überschrift nur ein Bild beinhaltet? Weil eben genau das funktioniert: Wir Menschen erfassen Grafiken und Bilder wesentlich nicht nur schneller als reinen Text, wir konsumieren sie auch lieber. Es ist wesentlich mühsamer zu lesen als einfach nur zu schauen. Mithilfe von Bildern Farben kannst du den Inhalt des Textes zusammenfassend darstellen oder und in eine ganz bestimmte Stimmung versetzen. 

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass auch hier wieder jeder Kanal individuell zu betrachten ist. Es geht diesmal nicht um das Bild an sich, sondern um das Format. In Instagram werden quadratische Bilder optimal angezeigt, in Facebook beispielsweise sollten Bilder eher rechteckig sein. 

Du kannst für deine Social Media Posts natürlich auf Stockfotos zurückgreifen – authentischer wirken deine Posts aber mit eigenen Bildern. Je nach Thema können auf den Bildern Menschen, Landschaften oder Räume zu sehen sein, die Emotionen entstehen lassen und so zur Interaktion einladen. 

Um die Authentizität noch mehr zu fördern, greife auf Farben zurück, die zu deinem Branding und deinen Produkten passen. So bekommen deine Posts eine Art Wiedererkennungscharakter, was besonders für visuelle Kanäle wie Instagram wichtig ist.

3. Der Content für deinen Social Media Post

Sprechen Überschrift und das Bild oder die Grafik deinen Leser an, öffnet er den Post. Hier möchte er nicht enttäuscht werden, schließlich hast du ihm mit der Überschrift einen gewissen Mehrwert suggeriert. Dieses Versprechen solltest du halten, damit dein Leser auch zufrieden ist. Dabei geht es nicht darum, dein Produkt anzupreisen und in guter alter Vertreter-Manier zu verkaufen, sondern weiterzuhelfen oder zu unterhalten – ganz unaufdringlich. 

Und weißt du, was noch besser ist, als ein zufriedener Leser? Ein begeisterter Leser! Leg ruhig noch eine Schippe drauf und liefere einen Bonus – zum Beispiel deinen ganz persönlichen Tipp zum Fensterputzen, der ihm die Hälfte der Zeit spart. Das wäre ein Tipp, mit dem der Leser nie im Leben gerechnet hätte. Das bleibt ihm sicher im Gedächtnis – und zwar im positiven Sinne!

4. Der Call-to-Action für deinen Social Media Post

Auch wenn der Text deines Posts auf Mehrwert für den Leser ausgelegt ist, darf der Call-to-Action – kurz CTA – nicht fehlen. Möchte der Leser nämlich mehr wissen, soll er schließlich die Gelegenheit dazu bekommen. Du kannst mithilfe eines CTA Buttons oder eines Links auf deinen Blog, auf ein Webinar o.ä. verweisen. 

Dabei geht es um eine auffordernde Message und den klaren Hinweis, was der Leser davon hat wie beispielsweise: „Entdecke hier noch 5 weitere Tipps für streifenfreie Fenster“. Je knapper und einfacher die Message ist, desto erfolgreicher wird die Klickrate sein. Aufforderungen wie „Jetzt entdecken“ lösen Sätze wie „Hier findest du die wichtigsten Infos“ ab.

5. Hashtags sind essentiell für deinen Social Media Post

Anfangs haben wir sie zum Influencer-Jargon gezählt, mittlerweile gehören sie zu jedem Post dazu: die Hashtags. So werden Inhalte verschiedenen Themengebieten zugeordnet und können gezielt gesucht und gefunden werden. 

Aus diesem Grund solltest du dir genau Gedanken machen, wonach deine Zielgruppe sucht. Je mehr sie sich angesprochen fühlt, desto größer ist ihr Engagement und die Verbundenheit. Dabei solltest du dich nicht auf den Markennamen, sondern auf die Botschaft dahinter konzentrieren. Hier kannst du wieder verdeutlichen, dass dein Post nicht direkt den Verkauf zum Ziel hat, sondern in erster Linie Mehrwert liefern soll.

Nun weißt du, welche Elemente für deinen Facebook Post und Co. wichtig sind. Als nächstes kannst du dir mit diesen 5 Tipps eine Vorlage anlegen, auf die du immer wieder zurückgreifen kannst. So sparst du dir Zeit und hast unsere Tipps immer wieder vor Augen. Viel Spaß beim Posten!